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Unsere Ziele

1. Klimaneutralität bis 2030

Wir fordern, dass die Stadt Nürnberg zur Erreichung der Klimaneutralität der gesamten Stadt bis 2030 unverzüglich ein Planungsbüro beauftragt, das innerhalb eines Jahres einen konkreten Klimamaßnahmenplan dazu erstellt.

2. Umgehende Veröffentlichung

Wir fordern, dass die Stadt Nürnberg diesen Klimamaßnahmenplan im Anschluss umgehend veröffentlicht.

3. Jährliche Berichte

Wir fordern, dass die Stadt Nürnberg jährlich über den Fortschritt der Umsetzung des Klimamaßnahmenplans und der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen berichtet.

Begründung

Wir wollen unserer Verantwortung aus dem Pariser Klimaabkommen gerecht werden

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 sind die Staaten übereingekommen,   den  Temperaturanstieg  möglichst auf  1,5 °C  über  dem  vorindustriellen Niveau  zu  begrenzen, um zumindest die schlimmsten Folgen des Klimawandels und damit die Zerstörung unser aller Lebensgrundlage zu verhindern. Das Ausmaß der globalen Erwärmung hängt weitgehend von der Summe der in die Atmosphäre gebrachten Treibhausgasemmissionen (z.B. CO2) ab.
Je später Maßnahmen zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen umgesetzt werden, desto gravierender werden die Auswirkungen für Umwelt, Biodiversität und Klima und dadurch umso höher die Folgekosten für Stadt und Bürger:innen. Daher fordern wir, dass Nürnberg bis 2030 klimaneutral wird.
 

Wir erkennen Generationengerechtigkeit als Grundrecht an

Laut des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 29.04.2021 hat die junge Generation im Namen der Generationengerechtigkeit ein Grundrecht auf Klimaschutz.
Falls wir nicht unverzüglich handeln, "[...] würden die Gefahren des Klimawandels auf Zeiträume danach und damit zulasten der jüngeren Generation verschoben“, so die Richter. Den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur wie geplant auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, sei dann nur mit immer härteren und kurzfristigeren Maßnahmen machbar. Damit würden die zum Teil sehr jungen Beschwerdeführenden in ihren Freiheitsrechten verletzt werden. 
 

Wir halten eine Verbesserung des Klimaschutzfahrplans Nürnberg 2010 für nötig


Die Stadt Nürnberg hat bereits 2010 einen Klimaschutzfahrplan erstellt und mit dem Stadtratsbeschluss am 17.06.2020 die letzte Aktualisierung zum „Klimaschutzfahrplan 2020-2030“ beschlossen. Dieser Beschluss würdigt zwar explizit das 1,5°C Ziel des Pariser Klimaabkommens, sieht aber für das
Jahr 2030 lediglich eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 60% bezogen auf 1990 vor. Das ist viel zu wenig, um einen ausreichenden Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C zu leisten. Das notwendige Ziel der Klimaneutralität wird überhaupt nicht vorgegeben.

Wir wollen, dass die Stadt Nürnberg ihren Teil in der Metropolregion beiträgt 

Als Bewohner*innen der größten Stadt in der Metropolregion Nürnberg haben wir eine besondere Verantwortung. Dieser Verantwortung wollen wir gerecht werden und dem Vorbild Erlangens folgen: Erlangen hat sich bereits Ende 2020 das Ziel
Klimaneutralität bis 2030 gesetzt.

Reine Absichtserklärungen bringen wenig. Wir brauchen konkrete Maßnahmen mit messbaren Meilensteinen, auch bei uns.

Weitere Forderungen

Des Weiteren unterstützt der KlimaEntscheid Nürnberg den Forderungskatalog „Nürnberg muss handeln“, welcher von Fridaysforfuture Nürnberg und dem Aktionsbündnis „Nürnberg muss handeln“ erarbeitet und 2019 dem Nürnberger Stadtrat übergeben wurde. Konkret bestehen die Forderungen aus den folgenden 12 Punkten:

  1. Sofortiger Ausbaustopp des Frankenschnellwegs
  2. 365 Euro-Ticket für alle ab sofort
  3. Autofreie Innenstadt bis Ende 2020
  4. Durchgehendes Radwegenetz bis 2026
  5. Begegnungsplätze statt Parkplätze
  6. Keine klimaschädlichen Wertanlagen
  7. Nürnberg soll „Zero Waste-Stadt“ werden
  8. Repräsentative Bürger:innenversammlungen mit Vorschlagsrecht
  9. N-Ergie: 100% erneuerbare Energien bis 2025
  10. Verpflichtende Ausstattung mit PV oder Begrünung bei Neubauten
  11. Kommunale Einrichtungen und Eigenbetriebe klimaneutral bis 2030
  12. Nachhaltige Ernährung in städtischen Einrichtungen

Die Details zu den Forderungen kannst du hier herunterladen